Hilfe für Indien – der Verein Natpu Indienhilfe e.V.
Eine Indienreise im Rahmen eines Kulturaustauschprojektes führt zur Gründung des Vereins Natpu Indienhilfe e.V.


Das unvorstellbare Ausmaß der Tsunami-Katastrophe im Jahr 2004 zeigte eine riesige Hilfsbereitschaft in der ganzen Welt. Auch im Saarland führte die Not der Menschen um den Indischen Ozean zu rascher Unterstützung und Hilfe.
Gemeinsam mit dem Landrat des Saarpfalz-Kreises Clemens Lindemann, dem Ministerium sowie dem Unternehmen Naturprodukte Kellenberger stellten fünf saarländische Schulen – die Gesamtschule Bexbach, die Erweiterten Realschulen Kirkel/Limbach, Mandelbachtal und Homburg I und das Robert-Schumann-Gymnasium Saarlouis  – das Projekt „Schulen helfen Schulen“ auf die Beine: Es galt eine vom Tsunami zerstörte Mädchenschule in Kalapet-Pondicherry im Süden Indiens aufzubauen und so 800 Mädchen wieder die Möglichkeit zu geben, zu lernen und ihr Recht auf Bildung wahrzunehmen.
Besonders wichtig war allen Beteiligten der persönliche Kontakt mit den Betroffenen. So wurden im Jahr 2008 im Rahmen eines Austauschprogramms 20 indische Mädchen, die durch die Katastrophe Familienmitglieder verloren hatten, ins Saarland eingeladen.
Im vergangenen November konnten sich saarländische Teilnehmer des Programms vor Ort ein Bild vom Einsatz der Spendengelder machen. Bei diesem Besuch entwickelten sich  intensive Freundschaften und Patenschaften.
Die Erlebnisse dieser Reise – die Begegnung mit Kultur und Lebensphilosophie, die Begeisterung der Mädchen, die musikalischen Darbietungen und die herzliche Gastfreundschaft – zeigten den Saarländern auch die Möglichkeiten des gegenseitigen Lernens.
Nicht zuletzt ein Besuch bei den Straßenkindern war ausschlaggebend dafür, die Hilfe fortzuführen und noch auszubauen. Es entstand die Idee, einen Verein ins Leben zu rufen, um weitere Projekte zu initiieren und zu fördern.
Ein 16-köpfiges Team – Schülerinnen, Studenten, eine Lehrerin, ein Arzt, ein Programmierer, eine Kindergartenleiterin, Hausfrauen und  Verwaltungsangestellte – fanden sich zusammen, um einen gemeinnützigen Verein zu gründen.
Am 15.01.2010 war es so weit: Der Verein Natpu Indienhilfe e.V. hat sich Ziele im Bereich der Jugendhilfe, der Förderung von Kunst und Kultur – insbesondere des Austauschs mit der indischen Kultur – und der Völkerverständigung gesetzt. So sollen die Schülerinnen der „Government Girls Highschool“ in Pondicherry/Kalapet (Indien) unterstützt werden, ebenso  die Initiative „Kiruba Sevia Trust“ zur Förderung besserer Bildungschancen von Straßenkindern.  Dabei sollen der Aufbau von Patenschaften geleistet, Spendensammlungen durchgeführt und Benefizveranstaltungen organisiert werden.
Auch wenn die Tsunami-Katastrophe und ihre Folgen in der öffentlichen Wahrnehmung nicht mehr ständig präsent sind, zeigen Hilfsangebote und Nachfragen schon jetzt das große Interesse an der Arbeit des Vereins, die Menschen in Indien zu unterstützen.

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